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Tipps für Anfänger

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Anleitung zur Ölmalerei.

In diesem Artikel sollen unsere Besucher das Malen mit Ölfarben erlernen.

Hirsch auf einer LichtungDie Ölmalerei wird auch als die Königsdisziplin der Malerei bezeichnet. Warum das so ist, liegt an der Leuchtkraft und Brillanz der Farben. Ölfarben bieten einen intensiven Farbeindruck, der auch fotografisch zum Teil nicht wiedergegeben werden kann. Einige Farbwerte - wie Krapplack oder Ultramarin - können auf technischem Weg nicht befriedigend reproduziert werden.
Und: mit keiner anderen Farbsubstanz lassen sich so durchlässige, offene und atmosphärisch dichte Bilder gestalten wie das Bildnis von dem Hirsch auf der Lichtung. Dieses Bild wurde 2008 vom Künstler A.W. Kalti in einer Größe von 60 X 45 cm auf Leinwand gemalt. Sie finden noch weitere Bilder des Malers in der Galerie.

Farben mit Pigmenten selber machenUm selber Ölmalerei zu betreiben steht der Künstler zunächst vor der Frage, ob er fertige Künstlerfarbe verwenden möchte oder ob es die Farbe selber machen will. Der zweite Weg ist arbeitsaufwändiger und auch eher mühsam. Für Anfänger ist es angeraten, zunächst die Farben aus der Fabrik zu verwenden. Sollten Sie sich dafür interessieren wie die Ölfarbe hergestellt werden kann, das haben wir hier beschrieben: Ölfarbe selber machen.
Ölfarben trocknen sehr langsam. Das Öl benötigt eine lange Zeit um zu einer festen Konsistenz zu werden. Auch wenn Sie die Farben verdünnen, wird es dennoch eine gewisse Zeit dauern, dass die Farbe unter der obersten Malschicht aufgetrocknet ist. Wenn Sie die Farbe selber machen und einen hohen Pigmentanteil verwenden, muss das nicht unbedingt die Trockenzeit verkürzen. Das gelingt nur, wenn die Pigmente mehrfach gründlich und sorgsam mit den Ölen angerieben wurden. Denn ansonsten können die Pigmente - die mit wenig Öl Kontakt haben - zwar schnell trocknen, aber eine Ölschicht zwischen diesen Pigmenten den gesamten Farbauftrag dennoch langsam trocknen lassen.

Ölmalerei für Anfänger.

Keilrahmen selber bauenÖlfarbe ist eine sehr fette Farbe. Es ist notwendig, dass der Bildträger grundiert ist, damit die Farbe nicht im Gewebe der Leinwand oder eines anderen Bildträgers gesogen wird. Zumeist wird ein mittelsaugender Kreidegrund bevorzugt. Sie können sich entscheiden, ob Sie eine Leinwand oder einen festen Karton (beides grundiert) aus dem Handel bevorzugen, oder ob Sie sich die Mühe machen den Bildträger selber herzustellen. Beides hat seine Vorteile: die Leinwand schwingt beim Malen mit. Es ist sehr einfach durch Druckvariationen des Pinsels mit einem Pinselstrich sehr unterschiedliche Effekte zu erzielen. Außerdem können Sie besser "aus dem Arm heraus" malen statt "aus der Hand heraus". Damit haben Sie einen größeren Abstand und mehr Leichtigkeit im Malstil. Malkarton hat den Vorteil, sich nicht zu verziehen, sich einfach rahmen zu lassen und insgesamt leichter zu händeln zu sein.
Wenn Sie sich für Leinwand entscheiden und eine bestimmte Größe bevorzugen, können Sie einen Keilrahmen zusammen setzen, mit Leinwand beziehen und selber spannen. Wie das gemacht wird wurde hier bereits beschrieben: Keilrahmen selber bauen.

breiter Borstenpinsel Langhaar Borstenpinsel LanghaarpinselWenn wir davon ausgehen, dass Sie zunächst kleinere Bilder (-ca. 40x60 cm) malen, fertige Künstlerfarben verwenden, keine Experimente mit Mischtechniken und dergleichen anstreben, dann sind weiche Dachshaarpinsel die beste Wahl. Die Borstenpinsel können leicht stufige Farbnuancen erzielen, und Sie können die Pinsel auch mit der Spitze auftupfen. Die Langhaarpinsel sind geeignet, um größere Flächen mit dünner Farbe auszumalen.
Wenn Sie in der Spachteltechnik arbeiten wollen, dann haben Sie die Möglichkeit mit variierendem Druck auf die Auflagefläche des Spachtels Strukturen in das Bild zu Zaubern.
Sie sollten in jedem Fall Malmittel nutzen um die Farbe nach Belieben zu verdünnen und so eine Dynamik im Bild zu erzeugen. Aber achten Sie darauf: Die Verdünnungsmittel sind Feuergefährlich und riechen stark nach Terpentin.

Moorlandschaft in ÖlDer Malvorgang mit Ölfarbe ist wie bei anderen Farben auch. Haben Sie eine Vorzeichnung gemacht, dann beginnen Sie damit, dass Sie zunächst den Hintergrund ausmalen und sich langsam zum zentralen Bildthema vorarbeiten. Dabei malen Sie immer in den Grundsätzen von dunkel nach hell - und von dünnflüssig zur festeren Farbkonsistenz.

Haben Sie keine Vorzeichnung, sondern wollen nach Gefühl malen, dann gelten eigentlich keine Grundsätze - aber es ist mit weniger "Malunfällen" durch wegrutschende Farbflächen zu rechnen, wenn Sie keine dünnflüssige Farbe auf dicke Farbstränge vermalen. Das Bild auf der rechten Seite: "Hochmoor" wurde in der Natur ohne Vorzeichnung mit dünnfließenden Ölfarben auf Leinwand gemalt. Solche Landschaftsbilder mit derart verdünnten Farben zu malen ist eher problematisch, da das Bild kaum transportiert werden kann, ohne dass die Farben verlaufen.

Sie wollen Bilder nach Vorlagen Malen? Malerei Vorlagen - Bildvorlagen - Landschaftsbilder Vorlagen

Wir hoffen, dass Ihnen diese kleine Anleitung geholfen hat und wünschen Ihnen viel Erfolg.

Maltechniken: Ölmalerei, Acrylmalerei, Aquarell, Gouache, Tempera, Mischtechnik.
Stilrichtungen: Realistische Malerei, Surrealismus, Impressionismus, Expressionismus, Abstrakt.

Lesen Sie Hier: Perspektive richtig ZeichnenMalerei - was kann das sein?



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